Mittwoch, 23. Januar 2013

Budget / Kosten

Um sein Budget zu finden gibt es sehr viele persönliche Faktoren, die bedacht werden müssen.
Sei es beim Haus an sich, bei den Außenanlagen, aber auch ganz im verborgenen sind Kosten, die man im ersten Moment nicht komplett auf dem Schirm hat.
 
- Tiefbauer
- Architekt
- Vermesser
- Versorger
- Notar
- Finanzamt
- Bauamt
- Grundbesitzabgaben
 
Absolut nicht zu unterschätzen sind die Kleinteile, die man "immer mal so" braucht. Es summiert sich! Wir haben uns vor einem Jahr im Biberbaumarkt die Top Kundenkarte angeschafft und NIE gedacht, dass wir jemals in eine Bonusregion kommen, da wir z.B. Tapeten/Farben/Kleister/Fliesen/Laminat im Fachhandel gekauft haben .
Aber die Unmengen an Klebeband, easyPutz, Kleister, Pinsel, Rollen, Leuchtmittel, Pflanzerde und und und ... haben uns ein schönes Guthaben gebracht. Dieses haben wir aktuell in Blumentöpfen und Luftfeuchtigkeitregulierende Pflanzen investiert.  
 
 
Hier einmal kleine Denkanstöße worüber wir uns erst klar werden mussten bzw. jetzt Rückblickend andere Sichtweisen auftauchen.
 
Kostenfallen gibt es Einige … jedoch für jeden Einzelnen natürlich im anderen Umfang.
Man kann beim Bau eines Fertighauses aber auch an vielen Ecken sparen:
Ganz klassisch bei Maler- und Tapezierarbeiten, Bodenbelägen oder z.B. bei Fliesen.

Vorab sollte aber man für sich klären, wie viel Zeit und Nerven man in Preisvergleiche, Handwerkerkoordination, Kontrolle und Do-it-yourself Arbeiten investieren kann, möchte oder muss.

Wir haben aber bei den selbst vergebenen Arbeiten vermisst und zu schätzen gelernt, dass es Gold Wert ist, einen Bauleiter zu haben, der für alles Ansprechpartner ist, der seine Firmen kennt und helfen kann wenn es mal knarzt. Im Rückblick hätten wir evtl. womöglich doch mehr Arbeiten an Weber gegeben, als es nun der Fall war. Es hätte viele Telefonate, Glücksschokoladentafeln und Schweißperlen erspart.

Beispiel Fliesen: Der Estrich war nicht ganz eben. Das haben wir bei Probemessungen mit handelsüblicher Wasserwaage nicht gemerkt. Erst der Fliesenleger merkte das Ganze mit seiner riesen Wasserwaage, aber auch erst dann, als er schon mit dem Legen begonnen hatte. Abschleifen war hier nicht mehr möglich, also musste er Ausgleichsmasse und viel Kleber aufbringen. Das ergibt: Mehrkosten und eine Diskussion mit Weber, wer denn nun dafür aufkommt. (Und hinzu kommt ein selbständiger Fliesenleger, der schon mal zu anderen Baustellen muss und immer weint, dass das Material teurer geworden wäre und er mehr Geld benötigen würde)
Meine Wette: Wären unsere Bodenfliesen von Weber gekommen, wären sie schneller fertig gewesen und niemand hätte wegen Mehrkosten oder gestiegenen Materialkosten geweint. Deutlich nervenschonender für den Bauherren.

Nachteil: Die Traumfliesen, die der Baudame seit dem ersten Fliesenhändlerbesuch im Kopf hingen, wären bei Weber unmöglich und völlig ausserhalb des Budgets gewesen.
Fliesengeschäfte sind sowieso grausam. Trillionen verschiedene Fliesen ... Ich hätte locker 4-5 Badezimmer ausstatten können. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Vielleicht auch wieder ein Vorteil, wenn man sich einfach nur auf die (reichliche) Auswahl des Weber Sortimentes beschränken muss.    

Es muss jeder für sich selber entscheiden, was er macht.
Natürlich ist ein Bodenbelag (eigentlich alles was man bei Bemusterungen hinzunimmt oder aussucht) vom Haushersteller teurer als auf dem freien Markt.
Der Hersteller möchte seine Logistik, seine Mitarbeiter, seinen Beratungservice, den Subunternehmer, die Gewährleistung/den Kundendienst, den Einbauservice und auch seinen eigenen Verdienst/Gewinn bezahlt haben. Wenn man dies bedenkt ist der Mehrpreis gegenüber dem freien Markt nicht mehr allzu arg.

Der Punkt Aussenanlagen hat uns in Sachen Mehrkosten dann aber doch überrascht. Wenn man denkt, das Schlimmste in Sachen Kosten überstanden zu haben, kommt die Planung zur Außenanlagengestaltung.

Je nach Grundstück variiert das natürlich (unser Hanggrundstück ist sicherlich kein Maßstab)
Aber folgende Punkte sollten evtl. bedacht werden um ein Budget planen zu können:

  • Gestaltung des Eingangsbereiches (Treppe/Stufen/Pflaster)
  • Beläge der Wege und Zufahrten
  • Rasenkantensteine (praktisch und da kommen in einem Garten schon ein paar Meter zusammen)
  • Spritzschutz uns Haus (mit Borden und Füllung)
  • Be- und Entwässerung (Zisterne, Außenzapfstellen, Brunnen, Rohrleitungen, Abläufe)
  • Terrasse (Fundament, Belag, Möbel)
  • Elektro (Steckdosen, Erdkabel, Beleuchtung, Anschlüsse Garage, Carport …)
  • Zaun
  • Hecke, Rasen, Rindenmulch, Pflanzen
  • Verteilung des Mutterbodens, evtl. Zukauf notwendig?
  • Gartengeräte (Rasenmäher etc.)
  • Geräteschuppen nötig?

Ganz am Anfang hat mir einmal ein Gartenbauer gesagt, dass man natürlich ein Vermögen im Garten versenken kann, aber man könne im Schnitt 15-20% des Hauspreises noch einmal in die Außenanlage investieren. Ich denke das ist realistisch, wobei hier natürlich auch noch Sparpotential besteht.

Finanzielles

Die Zahlung unseres letzten Betrages an Weberhaus nehme ich nun einmal zum Anlass ein bisschen über das Finanzielle zu sprechen.

Die letzte Zahlung bedeutet aber für uns zunächst: es ist ALLES geklärt und erledigt. Horray!

Finanzierung/Banken

Vor dem Hausbau steht die Finanzierung, also im Prinzip auch das Budget.
Die Finanzierung an sich war bei uns recht Problemlos.

Wir hatten das konkrete Angebot unseres Weber-Verkäufers in der Tasche, einen recht konkreten Aufschlag mit dem Betrag, den wir für die Innenausstattung vorgesehen hatten und damit sind wir zur Hausbank gegangen und haben uns dort auch beraten lassen, ob unser Aufschlag für die weitere Ausstattung realistisch ist. Bankberater, die viele Baufinanzierungen bearbeiten haben hier doch einen sehr genauen Überblick was realistisch ist und was nicht.

Hier war für uns absolut vorteilhaft eine örtliche Bank mit persönlichem Ansprechpartner zu nehmen und keine OnlineBank, die nach Schema F berechnet. Der persönliche Bankberater kennt uns, unser Verhalten und kann auch Tipps geben
Hilfreich war, dass unsere Hausbank sowie die dazugehörige Bausparkasse die finanzielle Planungssicherheit eines Fertighauses zu schätzen wussten, und unserer Ansicht nach die Finanzierungsabwicklung dadurch sehr zügig funktionierte.

KFW … Für uns hat sich das Darlehen (2,…%) nicht wirklich rentiert, so dass wir es durch eine Umfinanzierung durch ein normales, zinsgünstigeres Bankdarlehen (1,...%) bereits abgelöst haben. In unserer Bauphase haben sich die Zinsen so dermassen nach unten verändert, dass wir auf die KfW getrost verzichten konnten.
 
Sondertilgung: Wir dürfen 1x jählich Sonderzahlungen bis zu 5000 Euro leisten. Ob wir dies jedes Jahr in Anspruch nehmen können/werden, wissen wir noch nicht, aber es ist gut zu wissen, dass man Steuererstattungen o.Ä. gut in sein Haus anlegen kann.

Stolpersteine:

Dadurch, dass es durch unsere Entscheidungsfindung in Sachen Keller ja/nein und Betonkragplatte als Terrasse ja/nein ein paar Verzögerungen gab, haben wir das Darlehen der Bausparkasse erst deutlich später benötigt, als gedacht.

Nach der Genehmigung dieses Darlehens lag es zwar sehr schnell für uns bereit, jedoch haben wir es nicht sofort komplett abgerufen, also kamen Bereitstellungszinsen auf uns zu: 5€ pro Tag!
Das ist ein ordentlicher Batzen, den wir eigentlich verhindern wollten. (Wir haben diese Zinsen ein paar Monate zahlen müssen)

Hier hat auch ein weiteres Problem mit eingespielt:
Wir WOLLTEN das bereitgestellte Darlehen eigentlich zeitnah an Weberhaus weiterleiten, ABER die Bausparkasse gab das Geld nur nach dem „Bautenstandsbericht" frei.

WeberHaus stellt nach den 3 Aufstelltagen eine Hauptrechnung, die zügig ausgeglichen werden muss. Die Bausparkasse erwartet aber zur Zahlung des Hauptteiles z.B. Innenputz, Estrich, Fliesen, Türen und Fenster (Bautenstand 2) … Das geht bei einem Fertighaus leider nicht. Elektro und Fenster „fertig" konnten wir melden, alles Andere jedoch nicht, somit wurde nicht gezahlt.

Genau diesen Punkt hätten wir vorab vertraglich fixieren sollen, oder hätten uns deutlich mehr Flexibilität gewünscht. Vielleicht ist unsere Situation ein Einzelfall, jedoch als Tipp für alle Anderen evtl. sinnvoll.

Freitag, 18. Januar 2013

Die Sache mit der Luftfeuchtigkeit

Letztes Jahr um diese Zeit waren wir dabei mit großem Gerät die Luftfeuchtigkeit im Haus zu senken, der Estrich musste trocknen.
Jetzt müssen wir uns schleunigst Gedanken darüber zu machen wie wir unsere Luftfeuchtigkeit wieder hoch bekommen. Aktueller Stand: 28% ... das ist deutlich zu wenig.
Das Grüne Kreuz sagt dazu Folgendes ... rund 50% Luftfeuchtigkeit sind gut.

Uns ist die mangelnde Luftfeuchtigkeit an etwas ganz Anderem aufgefallen. An unserem Parkett.
Also an alle, die Parkett haben oder legen möchten, eine Lüftungsanlage haben und einen Ofen benutzen: Achtung, all dies senkt die Feuchtigkeit im Haus!
Unser Parkett hat sich wahrscheinlich aufgrunddessen zusammengezogen, ein paar Fugen wurden in der Heizperiode nach und nach sichtbar und weiteten sich auf einen mm.
Eigentlich nicht viel, aber die entstandenen Fugen sind jetzt ein super Platz in dem sich Staub und im Schlimmsten Fall auch Feuchtigkeit sammeln kann. Nicht im Wohnzimmer, da geht es noch, nein im Obergeschossflur ist es uns aufgefallen.

Daraufhin haben wir unseren Parkettleger angerufen und das Parkett bemängelt, jedoch sprach er uns erst einmal auf die Luftfeuchtigkeit an.
Jetzt werden wir erst einmal zusehen, dass wir wieder 50% Feuchtigkeit erhalten (Durch spezielle Pflanzen, Temperatur senken oder gar einen Luftbefeuchter) und DANN bin ich tatsächlich gespannt, ob sich das Parkett wieder dehnt.

Edit:
Jaja... Holz lebt.
Folgendes Gedicht habe ich gerade vom Parkettleger geschickt bekommen (incl. einigen merkblättern des Parkettherstellers):


Die Fuge
 
Gott schuf das Holz, mal hart, mal weich.
Doch eins, sprach er, ist immer gleich,
es wird nie rasten und nie ruh'n
wird arbeiten, wird stets was tun.
 
Und so gab er dem Holz die Zellen,
jetzt konnt es schwinden und auch quellen,
doch als es schwand, wurd's plötzlich klar,
da war ein Stück, wo nichts mehr war.
 
Und da sprach unser Herr, der kluge:
Mein liebes Holz, das ist die Fuge.
Trag sie mit Achtung und mit Stolz,
an ihr erkennt man dich als Holz,
auch Fugen sind ein Stück Natur,
begreif das Mensch, sei nicht so stur.
(Walter Holthusen) 



Freitag, 7. Dezember 2012

Happy Birthday!

Ein Jahr ist unser Haus nun schon alt. ... Meine Güte, wie die Zeit rennt!
Vor einem Jahr standen wir in einem frisch gestellten Haus, Nikolaus hatten wir "Richtfest" am 5. Dezember kam die erste Wand ... Wahnsinn...

Es ist fast vergleichbar mit kleinen Kindern, die ab ca. 1 Jahr beginnen zu laufen ... Wir beginnen jetzt so richtig zu wohnen.
Zwar leben wir schon seit fast 8 Monaten im Haus, aber jetzt sind so langsam alle Restarbeiten erledigt und wir können mit dem Feintuning beginnen. Was heisst "wir" ... FRAU hat ja so einen Dekofimmel...

Aber zu den letzten übrigen Resten:
Unsere Macken der Treppe wurden gestern ausgebessert: TOP, der 2. Versuch mit einem neuen SUB hat hervorragend funktioniert, das Warten hat gelohnt! Ich hoffe Weber behält diese Sub Firma in der Adressdatenbank!
Einen funktionierenden Bewegungsmelder haben wir per Post zugeschickt bekommen und somit auch keine Dunkelheit mehr im Flur.
Es läuft!

1 Jahr ist das Haus alt ... In der ruhigen Winterzeit also eine gute Möglichkeit um die Planung, die Bauzeit, den Einzug, das Haus an sich und den Kundendienst Rückwirkend zu bewerten.
Das werde ich dann in den folgenden Posts einmal tun.
Oh... Und über die Kosten muss auch mal gesprochen werden...

Zum "Haus an sich" Thema muss ich hier aber ganz schnell etwas loswerden, was mir täglich und immer wieder auffällt: Es ist WARM unglaublich warm, für jemanden, der aus einer zugigen Altbauwohnung mit hohen Decken in ein ultra gedämmtes Fertighaus zieht. Vorher war es undenkbar, aber jetzt kann man im Dezember im Tshirt im Haus herumlaufen. Sobald ein bisschen Sonne auf die Fenster scheint wird es Ruck Zuck warm. (fast zu warm ... ganz ehrlich!) Also: Beschattung für den Sommer ist wichtig!
Vorteil: Die Wärmepumpe hat nicht wirklich viel zu tun...
Und jetzt glaube ich auch, dass das mit dem Passivhaus (wo eben diese Sonnenwärme mit in die Energiebilanz des Hauses eingerechnet wird) tatsächlich funktionieren kann! Auch unglaublich, wenn man an den Altbau denkt...

Hier nun kleine Vorher/Nachher Eindrücke, die mich gerade beim Fotos durchsehen schon stolz gemacht haben, das ist unsere Hütte! Yeah! Geschafft!












Im Wohnzimmer fehlen noch vernünftige "Nachher" Fotos aber die aus der "Einzugsphase" zeigen auch schon die Unterschiede:

 
 
 
 


Hier fehlt noch die Wand zur Küche, an der der alte Geschirrschrank nun steht.


Dienstag, 20. November 2012

Wenn nichts mehr hilft - Der Bauleiter hilft

Es ist ja so: Bei unserer Hausabnahme Ende April haben wir einen kleinen Betrag X vom Gesamtpreis enbehalten, der gezahlt werden soll, wenn alle Mängel beseitigt wurden.
Im Prinzip nichts Besonderes, ABER wir haben den Betrag X immer noch und WeberHaus möchte unser Bauprojekt jetzt nun langsam auch mal aus der Buchhaltung herausbekommen und das ganze abschließen.

In den letzten Monaten hatten wir einige Kundendiensttermine, wo viele Dinge RuckZuck behoben wurden bzw. einfach die bis dato fehlende Teile eingebaut wurden. Im Grunde alles Bestens vom Ablauf her, hätten zwischen den Terminen nicht Wochen des Wartens oder Werksferien gelegen.

 Bei uns war aber noch Folgendes:
- bockige Ersatzteile (Ein Bewegungsmelder der nicht schaltet, wenn man sich davor bewegt...),
- manche Dinge ergaben sich erst im Laufe der Zeit (Eine noch fehlende Fassadenabdichtung a.k.a. Protektorschiene ist durch eine Gartenbauplanänderung plötzlich doch nicht nötig),
- die Sprache WeberHaus - Bauherr war nicht immer verständlich ... (WeberHaus sagt A, wir verstehen B und so nimmt das Missverständnis seinen Lauf)
- oder eine Schönheitsreparatur ging nach hinten los (Ein Treppenpfosten musste nachlackiert werden, jetzt haben wir einen schönen Pfosten aber weissen Farbnebel auf der dunklen Stufe) 

So kam eins zum Anderen, es gab Gutschriften, neue Auftragsprotokolle, einen Kundendienstmitarbeiter, dem die Buchhaltung im Nacken sitzt, damit unser Konto abgeschlossen werden kann und leicht angenervte Bauherren, die wie eine Glucke auf eben diesem Geld sitzen, weil unserer Meinung nach einfach noch Dinge offen sind.

Und so wurde ein Vermittler in dieser Situation benötigt, denn unser Kundendienstbetreuer in Wenden kann von seinem Schreibtisch aus natürlich keinen Farbnebel auf unserer Treppe beurteilen und wir wissen nicht wie bei Weberhaus intern in diesen Fällen verfahren werden kann. (Ob wir überweisen können und dann trotzdem alles zügig erledigt werden würde)

Also kam unser ehemaliger Bauleiter zu uns, der das Haus kennt, der uns kennt, den wir kennen UND der Entscheidungsgewalt hat.
Herrlich! So persönlich von Angesicht zu angesicht konnten ALLE Dinge super schnell geklärt werden. Soviele Dinge waren ganz einfach nicht mehr offen, das Meisste war schon längst geklärt, aber irgendwie hat das niemand gemerkt.
Da kommt mir eine Weisheit in den Sinn: ... Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden, es ist tatsächlich so!
Eigentlich hätten wir früher auf diese Vermittler - Idee kommen müssen ... Danke Herr B.!!


Mal sehen ob unser Haus nun seinen 1. Geburtstag "FERTIG" feiern kann.

Obwohl ...
Das wäre in 2 Wochen... Ich glaube das ist doch zu optimstisch ...

Montag, 29. Oktober 2012

Außenanlagen - Fertig für die Winterpause

Pünktlich zu den ersten frostigen Temperaturen beenden wir nun auch unsere Außenarbeiten bis zum nächsten Frühjahr.
Unsere Haupt-Außenanlage ist (fast) fertiggestellt, es fehlt lediglich noch eine Steinstufe. (Sie steckt vermutlich noch im Steinbruch fest)


Vorne im Bild noch der restliche Sandhaufen, der auf der unteren Ebene noch zur Bodenverbesserung eingearbeitet werden muss. ... ToDo für 2013...

Wir haben das letzte Sommerwetter Wochenende dazu ausgenutzt eben diesen Sand noch auf der oberen Ebene einzuarbeiten.


Hier wurden gerade 6cbm Sand angeliefert die mit der Motorharke des Biberbaumarktes (im Hintergrund) verteilt werden mussten. Ein Knochenjob! Dazu kam nämlich noch, dass wir (gefühlt) Millionen Steine aus der zukünftigen Rasenfläche heraussammeln mussten. Zum Glück haben uns noch die Nachbarsjungs geholfen (50ct pro gesammeltem Eimer - das motiviert)
Eigentlich wollten wir in diesem Jahr noch Rollrasen verlegen. Dazu musste der Boden verbessert werden. Der Plan war:
- Auflockern
- Steine sammeln
- Sand untermischen
- Kalk untermischen
- Rollrasen drauf
Laut Rollrasenhersteller hätte das auch dieses Jahr noch funktioniert, aber unser Gartenguru empfahl uns dringend noch Lava und Kompost unterzumischen, denn unser Lehmboden nimmt kein Wasser auf. Die Lava soll dies verbessern und der Kompost soll dem zukünftgen Rasen genügend Nahrung geben.
Also war für uns an dieser Stelle Ende, denn das warme Wochenende war rum und nach Feierabend wird es mittlerweile so schnell dunkel, so dass man diese großen Arbeiten nicht mehr ausführen kann.

  
Hier sieht man den schönen aufgelockerten Boden. In der Mitte guckt unsere Wasserleitung hinaus. Hieraus basteln wir eine Zapfstelle für das Zisternenwasser. Die kommt natürlich nicht mitten in die Wiese, wohin genau müssen wir uns noch überlegen.
Auf dem Bild sieht man auch einen weiteren Grund warum wir auch nicht weiterkamen. Die dicke Betonplatte links am Bildrand. (die gestapelten Steine darauf sind unser Werk...) Vor etwas mehr als einem Jahr bekamen wir einen Keller, dessen eine Wand leider nicht ganz dem Druck des flüssigen Betons standgehalten hat und geplatzt ist. Wir haben damals nicht genau darauf geachtet, wo dieser ausgelaufene Beton hingekommen ist ... JETZT wissen wir es.
Die Gartenbauer haben ihn bei der Arbeit gefunden. Leider hatten sie A: einen zu kleinen Bagger um das Ding wegzuschaffen und B: keinen Presslufthammer um das Ding klein zu kriegen und C: keine Lust den Kram anderer Leute wegzuschaffen. jetzt haben wir das Ungetüm im Garten liegen und gar keinen Bagger und gar keinen Presslufthammer. (Ein Bohrhammer wäre hier 1 Woche beschäftigt)
Also werden wir mal sehen, wer uns das Ding vom Hals schafft. So ganz sind wir ja noch nicht bereit eventuell anfallende Kosten zu übernehmen ... Wir werden sehen.

Also haben wir in den Beeten noch zusätzliche Pflanzerde verteilt und Bäume, Büsche und Stauden aus dem alten Garten eingepflanzt und hoffen, dass sie jetzt gut anwachsen und im nächsten Frühjahr wieder in voller Pracht ausschlagen werden. In unserem "Büttengarten" hätten sie den Winter definitiv nicht überstanden, also sollte das so doch klappen...

Und sonst?
Garagen: Jetzt nicht mehr in "Fertiggaragenweiß" sondern in Hausfarbe:


Es war uns als "Nicht-Handwerksbetrieb" nicht möglich die originale STO-Farbe zu erhalten. Aber unser örtlicher Fachhändler konnte uns anhand des STO-Farbcodes die gleiche Farbe bei einem anderen Hersteller anmischen. Hat funktioniert.

Und innen haben die Garagen auch einen Anstrich erhalten. Bzw. eine Beschichtung, eine 2 Komponenten Epoxidharzbeschichtung des Bodens um genau zu sein.


Für mich als Laie ist "flüssiger Kunststoff" leichter verständlich. Die "natur" Betonböden der Garagen sind recht offenporig und jeder Dreck würde dort einziehen und nicht mehr herausgehen. Eine Lösung wäre Fliesen legen gewesen, jedoch haben wir uns für das Anstreichen entschieden, das konnten wir leicht selber erledigen.

Floortec 2K-Epoxi-Siegel 848 ist das Zauberprodukt, welches mit einem speziellen Härter angemischt wird und dann innerhalb von 2 Stunden verarbeitet sein muss. Ansonsten ist die Auftragerolle steinhart und die "Farbe" ebenfalls... Ein weiterer Haken war, dass der Boden nicht kälter als 10 Grad sein durfte. Wir haben die Garagen mit Heizlüftern einigermaßen warm gehalten und es hat funktioniert.
Nach dem Grundanstrich folgten noch 2 weitere Anstriche im Abstand von je 24 Stunden, die jeweils zur Härtung nötig waren. Wenn irgendjemand auch so einen "Werkstattboden" haben möchte sollte ganz billige Auftragerollen nutzen, denn die kann man hinterher ohne schlechtes Gewissen wegwerfen.
Jetzt haben wir eine pflegeleichte Oberfläche von der wir Flecken etc. super gut abwischen können. Nach 7 Tagen ist der Boden dann voll belastbar gewesen und nun werden unsere Garagen endlich eingerichtet und unser Keller somit wieder betretbar. Leider fehlt noch die Einfahrt, so dass noch kein Auto einziehen kann ...

Und noch ein Bild vom fertigen Eingangsbereich bin ich noch schuldig:

 
Aktuell mit ein bisschen "Holz vor der Hütte", ein Geschenk des Voreigentümers unseres Grundstückes. Super nett, oder? Jetzt müssen wir uns nur noch etwas einfallen lassen, um die Mülltonnen zu verstecken.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Garten - In Arbeit

Anfang Oktober standen wieder unsere fleißigen Gartenbauer und Steineklopfer bereit, um unserem Ding, was mal ein ansehnlicher Garten werden soll, zu Leibe zu rücken.
Diesmal war auch ein kleiner Bagger dabei, denn die Steine waren nun deutlich zu groß um sie per Schubkarre oder per Hand zu transportieren.
Seit 2 Wochen sind sie nun am Werk und man kann schon ein paar Ergebnisse sehen:


Anfang Oktober: Steine wurden bereit gelegt und ein unkonventionelles Mauerfundament aus alten Gehwegplatten erstellt. Wir haben gelernt... Nicht zweifeln, einfach den Gartenbauern vertrauen. Die entstehenden Mauergebilde stehen in keinem Plan, die Herren bauen sich das Ganze einfach aus dem Kopf zusammen. Es ist dann zwar etwas schwierig Details abzusprechen, wenn man sich das was sich im Kopf der Anderen befindet nicht so genau vorstellen kann, aber bisher hat es ganz gut funktioniert.





Aktueller Stand: Der Hang ist zum Großteil abgefangen, wir haben Beete, eine Rampe um mit dem Rasenmäher auf die obere Ebene fahren zu können und aktuell kein Unkraut.
Dafür müssen jetzt aber die Beete von Steinen befreit werden und die Erde mit Sand und Kalk angereichert werden. Unser ursprünglicher Boden ist sehr lehmig und ist daher 1. nicht wirklich Wasserdurchlässig und 2. nicht so guter Boden für schöne Pflanzen.
Aktuell verarbeiten wir immer noch unseren Aushub vom Keller, damals haben wir uns die Abfahrgebühr zur Kippe gespart. Im Moment scheint es so, dass wir mit dieser "alten" Erde auskommen und keine neue Erde anfahren müssen. 
Leider wird unser Plan, jetzt noch Rollrasen zu verteilen nicht aufgehen, es wird einfach zu kalt. Daher hoffe ich, dass das Unkraut über den Winter auch im Boden bleibt und wir es im Frühjahr direkt mit frischem Rasen bedecken können



Neben der Rampe gibt es auch noch einen Fußweg auf die obere Ebene wo dann einmal die Terrasse entstehen wird.
In diesem oberen Bereich hatte der Bagger schon Vorarbeit für das Fundament geleistet. Leider war es Freitag Nachmittag und Herr Baggerfahrer wollte in den Feierabend und hat so recht schnell gearbeitet. Dabei hat er aber nicht darauf geachtet was sich noch so im Boden befinden könnte ... Leitungen zu unserer Tiefenbohrung der Wärmepumpe zum Beispiel ... (Auf die Bohrungen hatten wir deutlich hingewiesen. Wir dachten dass man dann selber drauf kommt, dass auch Leitungen vom Haus zur Bohrung führen könnten...)
Zack - Treffer ... Zum Glück war die Leitung nicht durch, sondern nur abgeknickt. So war 1. der Boden gerettet (Die Leitungen sind mit Glykol gefüllt) und 2. war unsere WP weiter funktionsfähig. Montags kam dann direkt der Reparaturtrupp, der die Leitung repariert hat.
Sie wurde abgesperrt, das abgeknickte Teil abgeschnitten und ein neues Teil auf ca. 1m Länge eingesetzt.... Super! Wir hatten schon die Befürchtung, dass die komplette Leitung getauscht werden muss.