Um sein Budget zu finden gibt es sehr viele persönliche Faktoren, die bedacht werden müssen.
Sei es beim Haus an sich, bei den Außenanlagen, aber auch ganz im verborgenen sind Kosten, die man im ersten Moment nicht komplett auf dem Schirm hat.
- Tiefbauer
- Architekt
- Vermesser
- Versorger
- Notar
- Finanzamt
- Bauamt
- Grundbesitzabgaben
Absolut nicht zu unterschätzen sind die Kleinteile, die man "immer mal so" braucht. Es summiert sich! Wir haben uns vor einem Jahr im Biberbaumarkt die Top Kundenkarte angeschafft und NIE gedacht, dass wir jemals in eine Bonusregion kommen, da wir z.B. Tapeten/Farben/Kleister/Fliesen/Laminat im Fachhandel gekauft haben .
Aber die Unmengen an Klebeband, easyPutz, Kleister, Pinsel, Rollen, Leuchtmittel, Pflanzerde und und und ... haben uns ein schönes Guthaben gebracht. Dieses haben wir aktuell in Blumentöpfen und Luftfeuchtigkeitregulierende Pflanzen investiert.
Hier einmal kleine Denkanstöße worüber wir uns erst klar werden mussten bzw. jetzt Rückblickend andere Sichtweisen auftauchen.
Kostenfallen gibt es Einige … jedoch für jeden Einzelnen natürlich im anderen Umfang.
Man kann beim Bau eines Fertighauses aber auch an vielen Ecken sparen: Ganz klassisch bei Maler- und Tapezierarbeiten, Bodenbelägen oder z.B. bei Fliesen.
Vorab sollte aber man für sich klären, wie viel Zeit und Nerven man in Preisvergleiche, Handwerkerkoordination, Kontrolle und Do-it-yourself Arbeiten investieren kann, möchte oder muss.
Wir haben aber bei den selbst vergebenen Arbeiten vermisst und zu schätzen gelernt, dass es Gold Wert ist, einen Bauleiter zu haben, der für alles Ansprechpartner ist, der seine Firmen kennt und helfen kann wenn es mal knarzt. Im Rückblick hätten wir evtl. womöglich doch mehr Arbeiten an Weber gegeben, als es nun der Fall war. Es hätte viele Telefonate, Glücksschokoladentafeln und Schweißperlen erspart.
Beispiel Fliesen: Der Estrich war nicht ganz eben. Das haben wir bei Probemessungen mit handelsüblicher Wasserwaage nicht gemerkt. Erst der Fliesenleger merkte das Ganze mit seiner riesen Wasserwaage, aber auch erst dann, als er schon mit dem Legen begonnen hatte. Abschleifen war hier nicht mehr möglich, also musste er Ausgleichsmasse und viel Kleber aufbringen. Das ergibt: Mehrkosten und eine Diskussion mit Weber, wer denn nun dafür aufkommt. (Und hinzu kommt ein selbständiger Fliesenleger, der schon mal zu anderen Baustellen muss und immer weint, dass das Material teurer geworden wäre und er mehr Geld benötigen würde)
Meine Wette: Wären unsere Bodenfliesen von Weber gekommen, wären sie schneller fertig gewesen und niemand hätte wegen Mehrkosten oder gestiegenen Materialkosten geweint. Deutlich nervenschonender für den Bauherren. Nachteil: Die Traumfliesen, die der Baudame seit dem ersten Fliesenhändlerbesuch im Kopf hingen, wären bei Weber unmöglich und völlig ausserhalb des Budgets gewesen.
Fliesengeschäfte sind sowieso grausam. Trillionen verschiedene Fliesen ... Ich hätte locker 4-5 Badezimmer ausstatten können. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Vielleicht auch wieder ein Vorteil, wenn man sich einfach nur auf die (reichliche) Auswahl des Weber Sortimentes beschränken muss.
Es muss jeder für sich selber entscheiden, was er macht.
Natürlich ist ein Bodenbelag (eigentlich alles was man bei Bemusterungen hinzunimmt oder aussucht) vom Haushersteller teurer als auf dem freien Markt. Der Hersteller möchte seine Logistik, seine Mitarbeiter, seinen Beratungservice, den Subunternehmer, die Gewährleistung/den Kundendienst, den Einbauservice und auch seinen eigenen Verdienst/Gewinn bezahlt haben. Wenn man dies bedenkt ist der Mehrpreis gegenüber dem freien Markt nicht mehr allzu arg.
Der Punkt Aussenanlagen hat uns in Sachen Mehrkosten dann aber doch überrascht. Wenn man denkt, das Schlimmste in Sachen Kosten überstanden zu haben, kommt die Planung zur Außenanlagengestaltung.
Je nach Grundstück variiert das natürlich (unser Hanggrundstück ist sicherlich kein Maßstab)
Aber folgende Punkte sollten evtl. bedacht werden um ein Budget planen zu können:- Gestaltung des Eingangsbereiches (Treppe/Stufen/Pflaster)
- Beläge der Wege und Zufahrten
- Rasenkantensteine (praktisch und da kommen in einem Garten schon ein paar Meter zusammen)
- Spritzschutz uns Haus (mit Borden und Füllung)
- Be- und Entwässerung (Zisterne, Außenzapfstellen, Brunnen, Rohrleitungen, Abläufe)
- Terrasse (Fundament, Belag, Möbel)
- Elektro (Steckdosen, Erdkabel, Beleuchtung, Anschlüsse Garage, Carport …)
- Zaun
- Hecke, Rasen, Rindenmulch, Pflanzen
- Verteilung des Mutterbodens, evtl. Zukauf notwendig?
- Gartengeräte (Rasenmäher etc.)
- Geräteschuppen nötig?